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Freitag, 30. Oktober 2009 10:46 Uhr Alter: 8 yrs
Kategorie: Verschiedenes
Von: eva

Bauern, Mälzer und Brauer gestalten Zukunft in der Rhön

Schon seit Generationen bezieht die Ostheimer Traditionsbrauerei Streck ihre Braugerste aus der nahen Umgebung und ist damit ein wichtiger Partner der heimischen Landwirtschaft. Im Sinne von Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung, zwei Stützpfeilern des Biosphärenreservatsgedankens, leisten Bauern, Mälzer und Brauer einen wichtigen Beitrag für Mensch und Natur in der Rhön, wie Axel Kochinki, Inhaber der Brauerei Streck, Thomas Lang von der Firma Rhön-Malz GmbH aus Mellrichstadt mit Alfred Stiehl (Bahra), Rainer Blum (Oberstreu) und Klaus Büttner (Oberwaldbehrungen) als beteiligten Landwirten udn Barbara Vay, Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön GmbH, bei einem Pressegespräch deutlich machten.


Mit dem Erwerb regionaler Produkte wird die heimische Landwirtschaft gestärkt. So wird zum Beispiel mit dem Kauf eines Kastens Streck-Bier die Bewirtschaftung von sechs Quadratmetern Ackerfläche (dargestellt durch die Holz-Paletten) sichergestellt, wie (von links) Alfred Stiehl, Dachmarke-Rhön-Geschäftsführerin Barbara Vay, Streck-Bräu-Chef Axel Kochinki, Klaus Büttner, Rhön-Malz-Inhaber Thomas Lang, Rainer Blum und Braumeister Gerhard Felber für ein Foto anschaulich demonstrieren. (Foto: EVA)

Kochinki griff die aktuelle Situation der Milchbauern auf, die von der "Politik im Stich gelassen und von Discountern schamlos ausgenutzt werden", und schlug den Bogen zu den Getreide anbauenden Landwirten, die mit den Erträgen von ihren Feldern nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten können und auf Subventionen angewiesen sind. "Die Landwirte müssen von ihrer Arbeit wiedr leben können", fordert der Brauereichef, der sich mit Bauern, Brauern und Mälzern aus der Region für faire Preise stark macht. Unterstützt werden Kochinki und seine Mitstreiter vom Verein "Dachmarke Rhön". Das ziel der Dachmarke Rhön ist die Stärkung der Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter im Biosphärenreservat Rhön sowie die Fördderung der Vermarktung deren Produkte und Dienstleistungen, die den ansprüchen des Qualitätssiegel Rhön entsprechen, wie Barbara Vay erleuterte.

Für die Wertschöpfungskette Bier wird verstärkt auf eine altbewährte Marktregulierung gesetzt: der Abschluss von Gerstenanbauverträgen. Die Brauerei Sreck, die aktuell mit fünf landwirtschaftlichen Betrieben zusammenarbeitet, schließt schon seit Generationen mit der Rhön-Malz und örtlichen Landwirten Anbauverträge für Braugerste ab. Die Verträge sollen die Abnahme von Qualitätsgerstezu fairen Preisen garantieren. "Beide Seiten profitieren. Der Vorteil für die landwirte ist die Abnahmegarantie zu festen Preisen, unabhängigvon den großen Schwankungen des Weltmarktes, dieses Jahr wurde zum Beispiel ein Preis bezahlt, der fast 100% über dem Weltmarktpreis lag und", so der Brauereichef weiter, "wir können unser Getreide vor Ort wachsen sehen udn für die Mälzer und Brauer besteht der Vorteil in der festgelegten Qualität und der gesicherten Rohstoffversorgung, dadurch werden Versorgungsengpässe verhindert."

Auch die ökologie spielt eine wichtige Rolle. Die Landwirte sorgen mit dem überwachten und begrenzten Einsatz von Spritz- und Düngemitteln beim Anbau von Braugerste für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz des Trinkwassers udn dafür, dass eine Getreideart mit langer Tradition in unserer Region weiter zum Landschaftsbild gehört.

Barbara Vay begrüßt dasklare Bekenntnis der Brauerei zur Region, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Brauerei und Mälzerei sowie dieNutzung und Bewahrung regionaler Kreisläufe. Vay schließt sich dem Appell von kochinki, Lang und den Landwirten an, sich auf den kauf von Produkten aus der Region zu besinnen. Die Vorteile regionaler Erzeugnisse liegen nach den Ausführungen von Thomas Lang auf der Hand: heimische Arbeitsplätze werden gesichert, die Wertschöpfung bleibt in der Region udn kurze Transportwege sorgen für deutlich geringeren Kohlendioxidausstoß und weniger Verkehrsaufkommen. Zudem stehen regionale Produkte für Vielfalt und Qualität, wie Axel Kochinki am Erzeugnis Bier verdeutlichte. So hat zum Bespiel allein die Brauerei Streck in ihrem prämierten Biersortiment neun verschiedene Angebote.

Brauereichef Kochinki verdeutlichte den direkten Zusammenhang vom kauf regionaler Produkte und der Auswirkung auf die heimische Landwirtschaft bildhaft am Beispiel eines Kasten Streck-Bier: "Der Kauf eines Kastens Streck-Bräu stellt die ökologisch vorteilhafte Bodenbearbeitung auf einer Ackerfläche von sechs Quadratmetern sicher und ist zusätzlich ein altiver Beitrag für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region, angefangen bei den landwirtschaftlichen Betrieben über die Mälzerei bis hin zur Brauerei! Auf Grund der kurzen Wege werden die schädlichen  Emissionen durch den Transport stark reduziert. Viele gute Gründe also für den Kauf von einem Kasten ...der fröhliche Schluck."